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Lost Places FAQ

Wir bekommen recht häufig Nachrichten und E-Mails mit Fragen zu unseren Lost-Places-Artikeln – meistens geht es um Orte und Tipps –, also haben wir die häufigsten hier einmal zusammengefasst. Nimm bitte nicht alles, was du hier liest, für bare Münze: Das ist schlicht unsere Meinung. Verlass dich auf deinen gesunden Menschenverstand, und wenn du rechtliche Fragen oder Zweifel hast, hol dir professionellen Rat.

Falls du eine Frage hast, die hier nicht beantwortet wird, melde dich gern über unsere Kontaktseite.

Lost Places FAQ

01 Was ist Urban Exploring?

Urban Exploring – meist kurz Urbex oder Urbexing – bezeichnet das Erkunden verlassener, von Menschen gebauter Orte, oft Lost Places genannt: sowjetische Kasernen, Krankenhäuser, Heilstätten oder Schlösser zum Beispiel.

02 Ist Urban Exploring illegal?

Nein, Urban Exploring an sich ist nicht illegal – aber die Grauzone ist groß, und man verstößt sehr schnell gegen das Gesetz. Wer ohne ausdrückliche Erlaubnis des Eigentümers in fremde Gebäude oder eingefriedete Grundstücke eindringt, begeht in Deutschland Hausfriedensbruch nach § 123 StGB.

03 Was passiert, wenn man beim Urbexen erwischt wird?

Das hängt davon ab, wer dich erwischt, was du gerade tust und wo du es tust. Erwischt dich in Deutschland die Polizei an einem Lost Place, für den du keine Erlaubnis hast, steht mindestens Hausfriedensbruch im Raum. In den meisten Fällen nimmt die Polizei deine Personalien auf. Ob es danach bei einer Geldstrafe bleibt oder auf einen Gerichtstermin hinausläuft, hängt vor allem davon ab, ob der Eigentümer Strafantrag stellt.

04 Ist Urban Exploring gefährlich?

Urbexen ist nicht gefährlich – kann es aber sein. Verlassene Gebäude sind meistens alles andere als sicher, mit Böden und Decken kurz vor dem Einsturz. Bevor du ein Gebäude betrittst, solltest du dir den Zustand genau ansehen. Ein offenes Dach ist immer ein sicheres Zeichen dafür, dass Wind und Wetter Böden und Wände beschädigt haben und sie gefährlich zu betreten sind. Hör auf dein Bauchgefühl – wenn dir ein Ort nicht geheuer ist, ist er das Risiko nicht wert.

05 Darf man Dinge aus Lost Places mitnehmen?

Nein. Wer etwas aus einem Lost Place mitnimmt – egal wie klein oder unbedeutend es dir vorkommt –, begeht Diebstahl. Dir gehört weder das Gebäude noch das, was darin liegt. Auch wenn der Ort verlassen wirkt und es niemandem auffallen würde: Es bleibt Diebstahl, und du lädst andere ein, es dir gleichzutun.

06 Wie findet man Lost Places?

Es gibt viele Wege, spannende verlassene Orte zu finden. Google Maps und noch besser Google Earth gehören zu den bequemsten Werkzeugen – beide lassen dich ganz einfach vom Sofa aus neue Orte entdecken. Natürlich sind das nicht die einzigen Möglichkeiten: Alte Karten, Geschichtsbücher und Zeitungsberichte sind ebenfalls hervorragende Quellen, nur etwas zeitaufwendiger. Einen Überblick über die Orte, die wir selbst besucht haben, findest du auf unserer Lost Places Karte. Ein paar weitere Wege gibt es noch – aber alles zu verraten, würde den Spaß verderben.

07 Warum nennt ihr manche Adressen und haltet andere „geheim“?

Kein Ort ist geheim – manche sind nur weniger bekannt als andere. Bestimmte Lost Places verdienen ein gewisses Maß an Anonymität, denn zu viel Aufmerksamkeit zieht immer die falschen Leute an. Vandalen, gelangweilte Jugendliche und respektlose Abenteurer teilen nicht dieselben Werte – und sobald ein Ort bekannt wird, ist er schnell überlaufen und zerstört. Manche bestreiten das, aber fast jeder Urbexer kann eine ganze Reihe von Orten aufzählen, die durch zu viel Öffentlichkeit und ein paar Idioten zerstört wurden.

08 Gibt es legale Lost Places?

Ja! Je nachdem, wo du bist, gibt es jede Menge „verlassene“ Orte, die du ganz legal erkunden kannst. Oft gibt es offizielle Führungen, die man buchen kann, um einen Ort ohne Sorgen zu erkunden. Manchmal reicht es auch, einfach den Eigentümer um Erlaubnis zu fragen – du wärst überrascht, wie oft man sie bekommt. Wenn dich legale Lost Places in und um Berlin interessieren, schau dir unseren Artikel über legale Lost Places in Berlin und Brandenburg an.

09 Was ist der sogenannte „Urbex-Kodex“?

Der Urbex-Kodex, auf den sich die meisten berufen, lautet: „Take nothing but pictures, leave nothing but footprints“ – nimm nichts mit außer Fotos, hinterlasse nichts außer Fußspuren. Klingt kitschig, fasst die gemeinsamen Werte aber ziemlich gut zusammen. Wir halten uns außerdem an ein paar weitere Regeln: Wir brechen nirgendwo ein. Was verschlossen ist, bleibt verschlossen. Und Vandalismus verabscheuen wir.

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